Goldene Bulle
Home Nach oben

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Die Goldene Bulle

Kaiser Karl IV. (1316-78) erließ 1356 ein Gesetz, das er selbst unser keiserliches rechtbuch nannte. Erst ca. ein halbes Jahrhundert später setzte sich unter Ruprecht von der Pfalz (reg. 1400 – 1410) die Bezeichnung Goldene Bulle durch.

Seinen heute allgemein
gültigen Namen
Goldene Bulle
erhielt das Gesetzeswerk
Kaiser Karls IV.
nach den goldenen Kaisersiegeln
(mit Wachs gefüllte Goldbleche),
die an den Ausfertigungen
für die 7 Kurfürsten hingen.

Die ersten 23 Kapitel (sog. Nürnberger Gesetzbuch) wurden in Nürnberg erarbeitet und am 10. Januar 1356 auf dem Nürnberger Hoftag verkündet, die Kapitel 24 bis 31 (sog. Metzer Gesetzbuch) am 25. Dezember 1356 in Metz.
Die Urkunde wurde in sieben Exemplaren, für jeden der Kurfürsten eine, ausgefertigt. Später erhielten auch die Reichsstädte Nürnberg und Frankfurt ebenfalls jeweils eine Ausfertigung.

Dies ist die Ausfertigung der Goldenen Bulle für den Pfalzgrafen bei Rhein, die nach dem Aussterben der pfälzischen Wittelsbacher nach München gelangte, und sich noch heute im dortigen Hauptstaatsarchiv befindet. (1)

Die Goldene Bulle war wohl das wichtigste Gesetz des Heiligen Römischen Reiches (HRR), das fast 850 Jahre lang bis 1806 bestand. U.a. wurden darin die Modalitäten der Wahl der römisch-deutschen Könige bzw. Kaiser durch die 7 Kurfürsten festgelegt.

horizontal rule

horizontal rule

verwendete und weiterführende Quellen

1 https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Goldene_Bulle,_1356 
2 https://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/geschichte/mittelalter/goldenebulle/index.htm
3 Die Goldene Bulle, König Wenzels Handschrift, Band 11 der Reihe Glanzlichter der Buchkunst, mit einem Kommentar von Arrmin Wolf, Graz 2002
4

horizontal rule

Pachelbel, Johann (Nürnberg, 1653-1706)
Kanon

letzte Bearbeitung dieses Artikels am 9. Januar 2026

horizontal rule

Wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen möchten,
können Sie mich hier erreichen
oder telefonisch unter 09643 683.
Für Anregungen, Ergänzungen, Korrekturen usw.
bin ich sehr dankbar.
Rudi Weber