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In dieser Aufstellung (Rote Liste ...)
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt)
findet man die Daten gefährdeter Arten.

Seltene
Tier- und Pflanzenarten

im Naturschutzgebiet „Grubenfelder Leonie“

1. Tierwelt
Vögel:
Die Vogelwelt ist bayernweit bedeutsam einzustufen. Insgesamt konnten 64 Brutvogelarten festgestellt werden. 10 Arten stehen auf der Roten Liste (RL) Bayerns. Dabei sind 2 Arten vom Aussterben bedroht: der Weißstorch (Ciconia ciconia), der hier sein Nahrungsbiotop hat und der Wachtelkönig (Crex crex), der zugleich europaweit als gefährdet eingestuft wird. Zu weiteren gefährdeten Arten zählen z.B.:
Braunkehlchen (Saxicola rubetra RL Bayern 2)
Zwergtaucher ( Tachybaptus ruficollis RL Bayern 3)
Außerdem stehen weitere 14 Arten auf der RL Bayern, von den insgesamt 91 Gastvogelarten, z. B.:
Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe RL Bayern 1)
Raubwürger (Lanius excubitor RL Bayern 1)
Flußregenpfeifer (Charadrius dubius RL Bayern 3)

Auch der Eisvogel (Alcedo atthis Rote Liste Bayern 2) ist hier im NSG anzutreffen

Reptilien und Amphibien:
Von den insgesamt 13 vorkommenden Reptilien und Amphibien stehen 7 Arten auf der Roten Liste Bayerns, wie z.B.:
Ringelnatter (Natrix n. natrix RL Bayern 3 )
Kammmolch (Triturus c. cristatus RL Bayern 2)
Gelbbauchunke (Bombina v. variegata RL Bayern 2)
Anm.: weitere Amphibien und Reptilien

vom Laubfrosch (Hyla arborea RL Bayern 2) findet man eine der größten Populationen der ganzen Oberpfalz

Landschnecken:
Die Schneckenvorkommen (Anm.: Landschnecken) sind überregional bis landesweit bedeutsam einzustufen. Insgesamt wurden 32 Arten nachgewiesen, darunter 9 Arten der Roten Liste Bayerns, z.B.:
Quendelschnecke (Candidula unifasciata RL Bayern 2)

Westliche Heideschnecke (Helicella itala RL Bayern 2)
Glanzschnecke (Aegoplnella minor RL Bayern 45)

Libellen:

Die Libellenfauna kann im NSG Grubenfelder Leonie als überregional bis landesweit bedeutsam bezeichnet werden. (Hier blaue Schlankjungfern bei der Paarung)

Insgesamt wurden 22 Arten von Libellen erfasst, darunter 6 Rote-Liste-Arten, z.B.:
Kleine Binsenjungfer (Lestes virens RL Bayern 2)
Glänzende Binsenjungfer (Lestes dryas RL Bayern 3)
Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca RL Bayern 3)
Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum RL Bayern 3)

Heuschrecken und Grillen:
Der Heuschreckenbestand ist überregional bedeutsam. Insgesamt wurden 23 Arten erfasst, 8 davon stehen in der Roten Liste Bayerns, z.B.:
Feldgrashüpfer (Chorthippus apricarius RL Bayern 3)

Warzenbeißer (Decticus verrucivorus Rl Bayern 3), reiche Bestände

Feldgrille (Gryllus campestris RL Bayern 3)

Ameisen:
Der Ameisenbestand im Naturschutzgebiet Grubenfelder Leonie kann als Überregional bis landesweit bedeutsam eingestuft werden. 18 Ameisenarten konnten festgestellt werden, darunter 12 Rote-Liste-Arten, z.B.:
Rotbärtige Sklavenameise (Formica rufibarbis RL Bayern 2)
Rotrückige Sklavenameise (Formica cunicularia RL Bayern 3)
Säbeldornige Knotenameise (Myrmica sabuleti RL Bayern 3)

Tagfalter:
Die Schmetterlingsfauna ist bayernweit bedeutsam. Insgesamt wurden 54 Tagfalterarten gefunden; 24 Arten davon stehen auf der Bayerischen Roten Liste; dazu zählen z.B.:
Sumpfstorchschnabelbläuling (Eumedonia eumedon RL Bayern 2),
Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous RL Bayern 3),
Wegerich-Scheckenfalter (Melitaea cinxia RL Bayern 2)

Anm.: Mehr über Schmetterlinge, über Insekten, über Käfer, über Zweiflügler, über Hautflügler usw. findet man in bzw. auf der Insektenbox

2. Pflanzenwelt
Die Pflanzenwelt ist aufgrund des Vorkommens gefährdeter Rote-Liste-Arten Bayerns von lokaler Bedeutung. Kartiert wurden fast 350 Pflanzenarten, davon zählen 12 zu den Rote-Liste-Arten Bayerns oder sind geschützt, z.B.:
Wilde Anemone (Anemone sylvestris RL Bayern 3)
Fliegen-Ragwurz ( Ophrys insectifera RL Bayern 3)
Brand-Knabenkraut ( Orchis ustulata RL Bayern 3)
Die Vegetation des Offenlandes besteht vor allem aus Acker- und Wiesenbrachen mit relativ wenig Arten. Die kleine Dolomitkuppe stellt eine 13 d-Fläche dar (Artikel 13 d, Bayerisches Naturschutzgesetz, „Gesetzlich geschützte Biotope“).

Die fünf Gefährdungsstufen der Roten Liste:

0

ausgestorben oder verschollen

1

vom Aussterben bedroht

2

stark gefährdet (nahezu im gesamten einheimischen Verbreitungsgebiet gehen die Bestände zurück)

3

gefährdet (in großen Teilen des Verbreitungsgebietes gehen die Bestände zurück)

4

potentiell gefährdet (räumlich begrenztes Vorkommen)

letzte Bearbeitung dieses Artikels: 24. April 2007

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