Nasnitz
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Die Ortschaft Nasnitz

gehört seit dem 1. Mai 1978 zur Stadt Auerbach i.d.OPf. und liegt etwa 1,5 km nordwestlich von Michelfeld an der Straße nach Pegnitz. Zum 1.1.2005 wohnten 263 Menschen in diesem Dorf.
"Nasnitz oberhalb Michelfeld hätte man früher wegen seines Namens für slawisch gehalten. In Wirklichkeit lassen ältere Überlieferungen (1119 Nuseze, 1326 Newsezze usw.) eindeutig erkennen, daß der Ort nichts anderes bedeutet als `zum neuen Sitz´." (1, Seite 26)

Nasnitz vor rund 100 Jahren
(Foto: Archiv Ludwig Götz)

Bis zum 1. Mai 1978 bildete die Ortschaft zusammen mit Weidlwang die selbstständige politische Gemeinde Nasnitz. Diese Autonomie wurde nur kurzzeitig nach dem Ende des zweiten Weltkriegs unterbrochen, wo Nasnitz vom 12.1.1946 bis 31.3.1948 Michelfeld zugeschlagen war.
Bürgermeister von Nasnitz waren
bis zur Eingemeindung nach Auerbach am 1. Mai 1978

Hans Wallner
1.4.1948 - 30.4.1956

Josef Schleicher
1.5.1956 - 30.4.1969

Ulrich Winter
1.5.1969 - 30.4.1978

Neue Straßennamen, alte Hausnamen und -nummern

Der folgende Text ist mit freundlicher Genehmigung der Verfasser Dietmar und Josef Haberberger der Festschrift (erschienen 2004) "50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Nasnitz mit Gerätehauseinweihung" entnommen.

"Wie in allen umliegenden Dörfern gibt es natürlich auch in Nasnitz Hausnamen zu den jeweiligen Hausnummern. Diese sind auch teilweise heute noch gebräuchlich. Bis 1993 hatte der Ort quasi nur Hausnummern und keine Straßenbezeichnungen. Durch die wachsende Anzahl an Neubauten - seit Ende des II. Weltkrieges hat sich die Anzahl an Häusern mehr als verdoppelt - sind die Nummern teilweise kreuz und quer in der Ortschaft verteilt gewesen. Für einen Ortsfremden war dies eine Zumutung, wenn er eine Hausnummer suchte.
1993 wurden in Deutschland neue 5-stellige Postleitzahlen eingeführt. Weil dadurch sowieso Briefköpfe, Stempel, etc. geändert werden mussten, entschloss man sich, gleichzeitig auch Straßennamen einzuführen. Diese konnten von den Personen, welche in der jeweiligen Straße wohnten, selbst ausgewählt werden. (Anm.: Der damalige Ortssprecher Kaspar Kugler hatte die Befragung der Nasnitzer organisiert.) Auf folgende 7 Bezeichnungen hatte man sich geeinigt:  

Nasnitzer Hauptstraße
Sie verläuft von Michelfeld nach Weidlwang durch das Dorf und ist die längste Straße im Ort.

Penzenreuther Straße
von der Nasnitzer Kreuzung beim Gasthaus Gradl in Richtung Penzenreuth

Am Anger
die Straßen im alten Dorfkern beim alten Feuerwehrhaus

Kapellenweg
er macht einen Bogen von der St. Anna Kapelle in Richtung Nasnitzer Kreuzung

Lindenweg
Die Straße neben dem neuen Feuerwehrhaus. Wegen der großen Anzahl an Linden, welche diesen Weg früher schmückten, wurde diese Allee so benannt.

Zum Schafsteg
Dieser Weg führt von der Nasnitzer Kreuzung in Richtung Schafsteg (= kleine Brücke über der Pegnitz)

Brunnäcker
Im Mittel der Nasnitzer Hauptstraße führt ein Weg zu den ehemaligen Brunnäckern, die bebaut wurden. Der Name kommt von dem Brunnen, der in diesen Äckern lag und auch heute noch vorhanden ist.

Um die früheren Hausnummern und -namen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, haben wir diese in der folgenden Übersicht den neuen Straßennamen, Hausnummern und jetzigen Besitzern gegenüber gestellt:

HNr
(alt)

Hausname
Anschrift, heutiger Eigentümer

1

der Grünerhof, Tafernwirt
Kapellenweg 2, Fam. Wallner

2

beim Kusterer (Kuster) (Regn)
Penzenreuther Str. 1, Fam. Hans Lindner

3

beim Wastelschuster; abgerissen (ehem. Rudolf Lutz †)
Penzenreuther Str. 5, Fam. Siebentritt

4

beim Binder
Penzenreuther Str. 6, Fam. Rachfahl

5

beim Mundlbauer
Penzenreuther Str. 9, Fam. Baptist Kraus
(Mitte des 19. Jahrhunderts ging der ursprüngliche Hausname „beim Webersbauer“ an Hs. Nr. 19 über)

6

beim Weber
Penzenreuther Str. 11, Fam. Georg Leipold

7

Gemeinde Hirtenhaus, abgerissen
Am Anger 2, altes Feuerwehrgerätehaus

8

beim Krausulln
Penzenreuther Str. 7, Fam. Alfred Leisner

9

beim Simers oder Simonbauern
Nasnitzer Hauptstr. 8, Fam. Josef Stützinger

10

Gemeindeschmiede
Am Anger 3, Josef Hupfer †

11

beim unteren Eisenhut
Nasnitzer Hauptstr. 10, Fam. Hans Haberberger

12

beim Lodes
Nasnitzer Hauptstr. 16, Fam. Kaspar Friedl

13

beim Gagl
Nasnitzer Hauptstr. 18, Fam. Alfred Neubauer

14

beim Hahnermann
Nasnitzer Hauptstr. 22, Fam. Anton Kraus

15

beim Stutzenatte „Am Anger“, abgerissen
Penzenreuther Str. 12, Fam. Gunda Stützinger
(ursprünglich war diese Hs. Nr. „Am Anger“ ansässig)

16

beim Bärnhausen
Am Anger 10, Fam. Herbert Schymko

17

beim Strobl, abgerissen
Am Anger, kein Neubau

18

beim Kurnbauern
Am Anger 8, Fam. Gerhard Winter

19

beim Webersbauer
Am Anger 6, Fam. Richard Wallner
(Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der alte Hausname „beim hinteren Wastl“ durch den neuen Hausnamen „beim Webersbauer“ von Hs. Nr. 5 ersetzt)

20

beim Lohbauern
Penzenreuther Str. 13, Fam. Reinhard Schleicher

21

beim Glockenschuster
Penzenreuther Str. 8, Fam. Resi Kormann

22

beim Wirtsuhl, abgerissen
Penzenreuther Str./Kapellenweg, kein Neubau

23

beim Raßn
Kapellenweg 16, Fam. Werner Ochs

24

beim Vogel
Kapellenweg 12, Fam. Leonhard Haberberger

25

beim Meilersbrennerschuster
Kapellenweg 10, Benno Wieding

26

beim Kirzdörfer
Kapellenweg 8, Fam. Erwin Wallner

27

beim Schneider
Kapellenweg 6, Fam. Robert Ziegler

28

beim oberen Eisenhut
Kapellenweg 4, Fam. Else Kugler

29

beim Schöner, abgebrannt
Lindenweg, kein Neubau

Im Jahr 1845 beschrieb ein Michelfelder Lehrer die Pfarrei Michelfeld. Nasnitz wurde mit 29 Häusern und 194 Seelen angegeben. Auch im Staatsarchiv in Amberg sind nur die Hausnummern von 29 Häusern erwähnt. Die Gebäude ab Hs. Nr. 30 tragen zum Teil auch noch Hausnamen, allerdings konnten hierzu keine schriftlichen Unterlagen gefunden werden." (2, Seite 24 ff)

Verwendete Literatur

1 Schnellbögl, Fritz, Auerbach in der Oberpfalz, Auerbach 1976
2 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Nasnitz mit Gerätehauseinweihung, 30. April bis 2. Mai 2004

Das größte Ereignis der jüngsten Geschichte von Nasnitz war zweifelsohne die Feier des 50. Gründungsjubiläums der Ortsfeuerwehr, verbunden mit der Einweihung des neuen Gerätehauses, vom 30. April bis 2. Mai 2004. (Foto Festzug, Archiv Knabenkapelle Auerbach)

letzte Bearbeitung dieser Seite: 25. Februar 2007

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