Stegenthumbach
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Die ehemalige Gemeinde
Stegenthumbach

Die politische Gemeinde Stegenthumbach bestand vor der Erweiterung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr (ab 1936) aus den Ortsteilen Boden im Tal, Breitenlohe, Hotzaberg, Kleinkotzenreuth, Netzart im Tal, Römersbühl, Weidlberg, Weihern und dem Dorf Stegenthumbach selber. 1933 zählte die ganze Gemeinde 336 Einwohner. (Quelle)
Boden im Tal, Netzart im Tal, Römersbühl, Stegenthumbach (alt; in obiger Karte "Dorfstelle Stegenthumbach") und Weihern wurden ab 1936 abgelöst und deren Bewohner abgesiedelt. Der Rest der Gemeinde und die Ansiedlung Stegenthumbach (neu) kamen zur Stadt Eschenbach.

Das alte Dorf Stegenthumbach
lag ca. 2,5 km südlich von Eschenbach im Tal des Thumbachs an der Straße, die von dieser Stadt her kam und am Ostufer des großen Schlatterweihers entlang Richtung Pappenberg führte.
Der Ortsname ist leicht zu erklären: Ansiedlung an einem Steg über den Thumbach.

Die meisten der über 20 Anwesen lagen zwischen der genannten Straße und dem Thumbach im Norden. (nach 1, Seite 236)

Blick vom Hinterberg gen Süden: links vom Weiher die Schlattermühle, die Hausnummer 23 hatte; am Horizont links der Schwarze Berg und rechts Pappenberg. (aus 1, Seite 238) Stegenthumbach lag wie gesagt im Tal zwischen dem Standort des Fotografen und dem Schlatterweiher.

Ansichtskarte des ehemaligen Stegenthumbach (aus 3)

Der Schlatterweiher
Nur wenige hundert Meter südlich der ehemaligen Ortschaft Stegenthumbach liegt der Schlatterweiher.

Seine Breite liegt zwischen ca. 120 und ca. 360 m, seine Länge zwischen ca. 900 und ca. 1150 m und seine größte Tiefe bei 6 m. Die reine Wasserfläche dieses größten stehenden Gewässers im Truppenübungsplatz Grafenwöhr beträgt ca. 52 ha.
Am Nordrand des Weihers tritt ein Bächlein namens Schlatter aus, welches früher die Schlattermühle speiste. Kurz dahinter mündet sie  in den Thumbach, der von Kirchenthumbach her kommend Grafenwöhr durchfließt und dort in die Creußen fließt, die wiederum ein Nebenfluss der Haidenaab ist. Deren Weg führt über Pressath und Mantel nach Luhe-Wildenau, wo sie sich beim Ortsteil Unterwildenau mit der Waldnaab zur Naab vereinigt, welche nahe Regensburg bei Mariaort in die Donau und mit dieser in das Schwarze Meer fließt.
Der Schlatterweiher liegt in einer Moorlandschaft, weshalb die Menschen früher bis kurz nach dem 2. Weltkrieg mehrere Torfstiche betrieben. An der Westseite des Weihers sind noch einzelne Gräben erkennbar.

Moore sind gekennzeichnet
durch ständigen Wasserüberschuss
entweder aus Niederschlägen
und/oder  Mineralbodenwasser.
Als Folge davon bildet
sich Torf.
Moorlandschaften
sind heute vielfach
bedeutende Biotope.
Da der Schlatterweiher
nicht bewirtschaftet wird,
ist er ein richtiges Biotop.

See- und Fischadler sind am Schlatterweiher ebenso wie andere seltene Tier- und Pflanzenarten zu Hause, wie der zuständige Förster Andreas Irle vom Bundesforst-Revier Stegenthumbach zu berichten weiß.

Dieses Detail aus obiger Ansichtskarte (3) zeigt das Anwesen der Schlattermühle und vor diesem eine Feldbahn mit Kipp- und Gitterkastenloren. Damit wurde der mit der Hand gestochene Torf transportiert.

Über mir leihweise zur Verfügung gestellte
alte Fotos und Informationen
zu Stegenthumbach
würde ich mich sehr freuen, denn ...

... daran arbeite ich gerade.

Bitte etwas Geduld.

verwendete Quellen

1 Griesbach, Eckehart, Truppenübungsplatz Grafenwöhr, Behringersdorf 1985
2 Chronik der Standortverwaltung Grafenwöhr, mehrere Ordner, unveröffentlicht
3 Archiv Michael Hiller, Grafenwöhr
Morgenstern, Gerald, Truppenübungsplatz Grafenwöhr, gestern - heute, Grafenwöhr 2010 (Bezugsquelle)
Burckhardt, Paul, Die Truppenübungsplätze Grafenwöhr, Hohenfels, Wildflecken, Weiden 1989
Müller, Gerhard, 1. Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseum  Grafenwöhr, Grafenwöhr 1990
Kugler, Hans-Jürgen, Hopfenohe, Auerbach, 1997 (Bezugsquelle)

Schumann, Robert (1810-1856)
Fantasiestücke, Opus 12 Satz 8 (Ende vom Lied)

Für Ergänzungen, Korrekturen usw.
bin ich sehr dankbar.
Hier
können Sie mich erreichen!

letzte Bearbeitung dieses Artikels am 15. Dezember 2010

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