Hub
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Luisenhof
früher Hub

Der alte Weiler Hub, seit etwa einem Jahrhundert Luisenhof genannt, befand bzw. befindet sich südlich auf der Anhöhe nur wenige hundert Meter entfernt vom zu beiden Seiten der B 470 liegenden Dorf Sommerau (nicht zu verwechseln mit dem abgelösten Ort Sommerhau).

Hub gehörte mit seinen ursprünglich zwei Anwesen zur politischen Gemeinde Treinreuth. Heute ist der Luisenhof ein Ortsteil der Marktgemeinde Kirchenthumbach.

Außer einigen forstlich genutzten Nebengebäuden steht heute nur mehr das 1937 errichtete Forsthaus. Der gesamte Truppenübungsplatz Grafenwöhr mit seinen ca. 226 km² Fläche ist eingeteilt in neun Forstreviere, von denen eines Luisenhof ist. Der Sitz des Bundesforstbetriebs Grafenwöhr ist in der Stadt Vilseck.
Auf dieser Luftbildaufnahme des BayernAtlas sieht man parallel zum unteren Bildrand die Panzerringstraße des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr.

Auf dem gleichen Luftbild links
steht das oben abgebildete Forsthaus
mit seinem Nebengebäude.
Von hier aus führt
eine schöne alte Baumallee (Foto)
zum Platz des ehemaligen
Weilers Hub rechts.
Bis vor wenigen Monaten
war das Forsthaus Luisenhof
Wohnung und Dienstgebäude
von Forstamtmann Hermann Hummler,
der seit Ende 2009 im Ruhestand ist,
aber noch hier wohnt. (pdf)
Da die "Residenzpflicht" für Forstbeamte
aufgehoben wurde, wohnt Hummlers
Nachfolger nicht mehr hier.

Der Weiler Hub
"Alte Pfarrbücher weisen den Ort als Hubloh aus. Um 1580 bestand Hub aus 2 Höfen, von denen der eine einem Bauern Jörg Kroher, der andere einem Hans Fortner gehörte." (2, Seite 251)
Die kleine Ansiedlung gehörte bis zur Säkularisation im Jahre 1803 zu Bamberg und wurde erst in jenem Jahr „bayerisch“. Das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass der Ort seit Alters zur bambergischen Pfarrei Hopfenohe gehörte und erst 1913 nach Kirchenthumbach umgepfarrt wurde, das zum Bistum Regensburg gehört. (Hopfenohe liegt Luftlinie ca. 4,5 km südlich, Kirchenthumbach ca. 1,5 km nordöstlich vom Luisenhof)

Der Fachwerkgiebel
des Luisenhofs
war nicht landschaftsüblich.
Dieser Baustil stammt
aus dem nahen fränkischen Raum
und ging wohl auf
die langjährige Zugehörigkeit
des Weilers zum
fränkischen Bamberg zurück.

Das bambergische Lehen Hub verkauften die Merz von Zogenreuth, die es über 100 Jahre hatten, 1794 an den Bauern Kohl. Dessen Kinder und Enkel hatten es ungefähr die nächsten 100 Jahre.

Um die Wende
vom 19. zum 20. Jahrhundert
kamen die Anwesen von Hub
unter den Hammer.
Ernst von Grafenstein
erwarb beide und überließ sie
seinem Bruder Ferdinand,
Justizrat in Weiden und
Gutsbesitzer von Hammergänlas.
Dieser betrieb eine intensive
Landwirtschaft und gab 1931
dem ansehnlichen Gut den Namen
Luisenhof, benannt nach seiner Ehefrau Luise.
(Teil einer Ansichtskarte aus 3)

Das Ende von Hub

Schließlich ließen
die Amerikaner
aus Sicherheitsgründen
die Gebäude des Weilers Hub
abreißen bzw. schleifen.
Heute zeugen
nur mehr einige
Keller- und Mauerreste
vom Weiler Hub.

Über mir leihweise zur Verfügung gestellte
Fotos und Informationen
über Hub bzw. Luisenhof
würde ich mich sehr freuen, denn ...

... daran arbeite ich gerade.

Bitte etwas Geduld.

verwendete Quellen

1 Chronik der Standortverwaltung Grafenwöhr, mehrere Ordner, unveröffentlicht
2 Griesbach, Eckehart, Truppenübungsplatz Grafenwöhr, Behringersdorf 1985
3 Archiv Michael Hiller, Grafenwöhr

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Für Ergänzungen, Korrekturen usw.
bin ich sehr dankbar.
Hier
können Sie mich erreichen!

letzte Bearbeitung dieses Artikels am 16. Oktober 2010

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