Hebersreuth
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Die ehemalige Ortschaft
Hebersreuth

Hebersreuth (Bild oben aus 1, Seite 144) bildete zusammen mit Dorfgänlas, Frohnhof, Kaundorf, Sommerhau und Zeltenreuth bis zur Ablösung 1938 die politische Gemeinde Kaundorf. Das Dorf lag gut 1 km nordwestlich von Haag, und hatte bei der Ablösung 23 Anwesen mit 78 Bewohnern.
Auf dieser alten Landkarte ist zur Orientierung die alte Reichsstraße 85 (R 85) gelb eingezeichnet. Diese führte früher von Bayreuth über Kirchenthumbach und Haag in der Nähe von Hebersreuth vorbei und weiter nach Vilseck und Amberg. Wegen der Erweiterung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr wurde die Trasse mit Erlass des OKH vom 8. Mai 1937 in Absprache mit dem Generalinspekteur für das deutsche Straßenbauwesen über Pegnitz, Michelfeld, Auerbach, Edelsfeld usw. als R 85 (neu)  verlegt (heute B 85). Der neue Straßenteil (ca. 30 km lang) wurde am 1. April 1938 seiner Bestimmung übergeben.

Ortsnamen und erste Nennung
Das Dorf wird nach derzeitigem Kenntnisstand erstmals 1412 urkundlich genannt, und zwar Herbersreuth. Der adlige Ott Herbersreuther zu Herbersreuth stiftete darin für sich und seine Familie einen Jahrtag in der Pfarrkirche von Hopfenohe.
Der hintere Namensbestandteil -reuth sagt, dass es sich um eine Siedlung handelt, die durch Rodung von Wald entstand. Herber könnte bedeuten, dass der Gründer so hieß.
1464 heißt der Ort Hermannsreuth, ein paar Jahrzehnte danach wieder wie ursprünglich Herbersreuth. Wann erstmals Hebersreuth als Ortsnamen auftaucht, lässt sich nicht genau sagen.

Im Jahre 1597 zeichnete der Landmesser Peter Zweidler die erste Karte des Amtes Vilseck mit all seinen Orten, Ländereien, Wäldern, Flüssen und Weihern. Dies ist ein Ausschnitt davon. Die Karte trägt die Inschrift: Vera et geometrica delineatio territory civitatis Vilseck, ad Episcopatum Bambergensem pertinentis, cum omnibus Pagis, Villis, Sylvis, Fluviis et Piscinis etc. Authore Petro Zweidlero, Teuschnicense, Matheseos Studioso. 1597 
In der "Zweidlerschen Karte" von 1597 heißt das Dorf, wie zu erkennen ist, jedenfalls schon Hebersreut.

Über mir leihweise zur Verfügung gestellte
Fotos und Informationen
über die Ortschaft Hebersreuth
würde ich mich sehr freuen, denn ...

... daran arbeite ich gerade.

Bitte etwas Geduld.

Was davon übrig blieb ...

Wie für viele andere Orte der Gegend schlug auch für das Dorf Hebersreuth (Plan aus 1, Seite 143) bei der Erweiterung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr ab 1936 die letzte Stunde. Die Bewohner mussten ihre angestammten Häuser verlassen und sich andere Wohnsitze suchen.
Bis auf wenige Mauerreste sind im Laufe der Jahrzehnte die zuletzt 27 Anwesen des Dorfes Hebersreuth verschwunden. Die Natur wird sich auch diese noch einverleiben.
(Bild rechts aus 2, Seite 62)

verwendete Quellen

1 Griesbach, Eckehart, Truppenübungsplatz Grafenwöhr, Behringersdorf 1985
2 Morgenstern, Gerald, Truppenübungsplatz Grafenwöhr, gestern - heute, Grafenwöhr 2010
Burckhardt, Paul, Die Truppenübungsplätze Grafenwöhr, Hohenfels, Wildflecken, Weiden 1989
Es blies ein Jäger wohl in sein Horn
Text nach der alten Ballade vom Nachtjäger
Melodie Friedrich Nicolai, 1777

Für Ergänzungen, Korrekturen usw.
bin ich sehr dankbar.
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letzte Bearbeitung dieses Artikels am 10. Juli 2012

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