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Webseite von Regens-Wagner Michelfeld https://regens-wagner-michelfeld.de/
Im Jahr
1847 wurde in Dillingen an der Donau eine Schule für Frauen
mit Hörbehinderung eröffnet. 2022 konnte somit das 175jährige Bestehen begangen werden.
125 Jahre Am 22. Dezember 1885 erwarb
Regens Wagner den größten Teil des ehemaligen Benediktinerklosters Michelfeld
vom Staat.
Immer wieder finden Ehrungen für langjährige Bewohnerinnen
und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ehemaligen Benediktinerkloster Michelfeld statt, das nunmehr
seit ca. 140 Jahren eine Einrichtung von Regens Wagner ist.
Eine ausführliche Beschreibung über das Kloster
Michelfeld und die Regens Wagner Einrichtung dort
Mit der Verkündigung der Auflösung der Benediktinerabtei Michelfeld im Zuge der Säkularisation am 23. April 1803 verloren Abt Maximilian Prechtl und seine Mönche ihre Heimat. Der Staat aber wurde neuer Eigentümer des gesamten klösterlichen Besitzes mit allen Gebäuden, der herrlichen Asamkirche und dem umfangreichen Grundbesitz von ca. 300 ha.
Kloster Michelfeld auf einer Ansichtskarte um 1900
Neue Nutzung der Klostergebäude
Auch der damalige Michelfelder Bürgermeister
Georg Regn wollte
die Gebäude unbedingt vor dem drohenden Ruin bewahren.
„Taubstummenanstalt Michelfeld“
Neues Buch über Regens Johann Evangelist Wagner und Sr. Theresia Haselmayr erschienen! (7)
Die ersten 3 Schwestern und 11 taubstumme Frauen 1884
Gleichzeitig
versuchte Pfarrer Neppenbacher auch den Bamberger Erzbischof Friedrich für
seine Pläne und die des Regens Wagner zu
interessieren und zu gewinnen, was ihm auch gelang.
Der Maurushof
Landwirtschaft und Gärtnerei wurden auch schon unter den Benediktinern
betrieben. Einen hohen Stellenwert
haben beide auch jetzt bei Regens Wagner, und zwar sowohl für die
Beschäftigung und Versorgung der Bewohnerinnen, als auch bei der Finanzierung
der Einrichtung. Beide Zweige wurden früher, wie auf alten Plänen weiter vorne
zu sehen ist, an mehreren Stellen im nahen Umfeld des Klostergebäudes, sozusagen
innerhalb der Klostermauern, betrieben.
Unter Oberin Neria wurde ab 1935 der große Ökonomiehof, heute
Maurushof,
nordöstlich des Klosterkomplexes erbaut.
Die in Hufeisenform mit Öffnung in Richtung Kloster angeordneten Gebäude umfassen Stallungen, Scheunen, Werkstätten usw. und Wohngebäude. Eine kleine Gruppe von Schwestern und bis zu 30 Frauen mit Behinderung fanden dort ihren Lebensmittelpunkt. Außerdem war links die Wohnung für den Verwalter und seine Familie. Die Landwirtschaft war viele Jahre lang Muster- und Lehrbetrieb für die gesamte Region. Heute sind auch Wohngruppen und der Hofladen (Flyer, pdf) in diesem Bereich angesiedelt. (Foto um 1950, nach 6, Seite 234)
Der Maurushof wurde benannt nach dem gottseligen Abt
Maurus Herbst von Plankstetten (1701-1757; amt. 1742-1757). Dieser hatte
1723 bis 1725 an der damaligen Benediktiner-Hochschule in Michelfeld studiert.
Der Klosterfriedhof in Michelfeld
Im schön gelegenen und sehr gepflegten Klosterfriedhof Michelfeld finden heute die noch verbliebenen Schwestern und die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung Regens Wagner Michelfeld Ihre letzte Ruhestätte. Das war nicht immer so!
In den Anfangsjahrzehnten fanden die Schwestern und Bewohner des ehemaligen Klosters Michelfeld, also von Regens-Wagner-Michelfeld, ihre letzte Ruhestätte auf dem zur Pfarrei gehörenden Friedhof bei der Kirche St. Leonhard.
Dieser alte Grabstein auf dem Friedhof um St. Leonhard
Nahezu zeitgleich mit der Errichtung des wie es damals hieß
Ökonomiegebäudes
(Richtfest im Oktober 1935) gingen die Schwestern auch daran, ganz in der Nähe
davon den klostereigenen Friedhof am Südabhang des
Guggerlochfelsens auszubauen. Wesentlich kleiner angelegt und mit einem
Zaun umgeben worden war er bereits ab 1928.
Klosterfriedhof um 1950 (Foto aus 6, Seite 235)
"Rund 34 Jahre später 1970 - damals führte den Konvent Oberin Mirjam Dittrich - wurde der Gottesacker als Friedhofsgarten umgestaltet." (6, Seite 235; siehe Foto oben)
"Ein Blickfang ist seitdem ein wuchtiges Steinmal, das den Auferstandenen darstellt, umgeben von zehn Engeln. Geschaffen hat dieses zwei Meter hohe Monument … Julius Selenka (Anm.: 1902-1981) aus Dillingen.“ (6, Seite 235)
Gedacht wir auch der Geschwister Götz vom Staubershammer und einiger anderer Wohltäterinnen und Wohltäter.
Auch die in Michelfeld verstorbenen Auerbacher Schulschwestern und vier Priester sind hier bestattet Unter ihnen ist Monsignore Gabor Vargha, der im früheren Neuner-Haus (Hofmühlweg 4) gewohnt hat und u.a. im Auftrag des Vatikans die in dieser Gegend hier lebenden ungarischen Katholiken betreut hat.
Bei der jährlich stattfindenden Gedenkfeier am
Abend von Allerheiligen (1. November) brennen mehrere Hundert Lichter auf dem
Michelfelder Klosterfriedhof. Sie erzeugen eine wunderbare Stimmung, und
erinnern an die vielen Verstorbenen, die hier schon ihre letzte Ruhestätte
gefunden haben.
Vorübergehend
Heimat der späteren Auerbacher Schulschwestern
Hier fanden die Schulschwestern dann 1946 bis zum Umzug in ihr neues Mutterhaus Auerbach (1953) eine vorübergehende Bleibe; ca. 80 Schwestern von ihnen lebten rund acht Jahre in einem Flügel der damaligen Taubstummenanstalt.
Auf dem Klosterfriedhof von Regens Wagner Michelfeld sind auch 23 Schulschwestern von Unserer Lieben Frau aus Auerbach beerdigt. Auf drei Grabstelen aus Muschelkalk, die sich nicht von den anderen unterscheiden, stehen ihre Namen. Die erste von ihnen starb wie zu sehen 1946.
„Versorgungs- und Pflegeheim Michelfeld“
Der Innenhof wurde ebenfalls grundlegend umgestaltet und bildet nun zusammen mit der imposanten Fassade von Kirche und Kloster einen harmonischen und schönen Anblick.
Generalsanierung ab 2019 Im ehemaligen Schulhaus (1903 - 1969) wurde damals für Therapiezwecke und zur Erholung der Bewohner sogar ein modernes kleines Hallenbad eingebaut. Das frühere Schulhaus von Michelfeld links der Kirche lag im 1. Bauabschnitt der derzeitigen Generalsanierung und ist bereits fertig, (pdf)
"... wichtige Veränderungen brachten die achtziger Jahre mit sich. Über die rein pflegerische Versorgung hinaus wurden sinnvolle Beschäftigungsangebote entwickelt. Ein wichtiger Meilenstein war hierbei 1985 die Errichtung von Fördergruppen. Hier erhalten Menschen mit schweren Behinderungen Bildungsangebote, die die einmal erreichten lebenspraktischen und sozialen Fertigkeiten festigen und ggf. erweitern sollen. Auch der Aufbau der Franziskus-Werkstätten war ein wichtiger Einschnitt. Menschen mit Behinderung, die in der Lage sind, eine wirtschaftlich verwertbare Arbeitsleistung zu erbringen, erhalten hier sozialrechtlich abgesicherte Arbeitsplätze." (3)
"Dienstleister
für Menschen mit Behinderung"
Ansprechpartner bei Regens Wagner Michelfeld heute
Im Juni 2010 hatte Regens-Wagner-Michelfeld 240 Plätze für Menschen mit
verschiedenen Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Außerdem verfügt das
Haus über ein Pflegeheim nach SGB
XI mit 30 Plätzen. Seit
kurzem bietet die Einrichtung auch "Ambulante Dienste für Menschen
mit Behinderung" in Pegnitz (PeP) und
im Landkreis
Amberg-Sulzbach
an.
"Regens
Wagner Michelfeld heißt: für Menschen mit Behinderung da sein! Über 300
Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen unseres Hauses gehen diesem Auftrag
in Voll- und Teilzeit nach. Die Vielseitigkeit der Aufgabenbereiche spiegelt
sich auch in der Vielzahl der vertretenen Berufsgruppen im Haus wider. So
arbeiten bei Regens Wagner Michelfeld HeilerziehungspflegerInnen und
HeilerziehungspflegehelferInnen, KrankenpflegerInnen, Dipl.- Sozialpädagogen/innen,
Dipl.-Pädagogen/innen und Dipl.-Psychologen/innen, Krankenschwestern,
AltenpflegerInnen, ErzieherInnen, ErgotherapeutInnen sowie
Hauswirtschaftlerinnen, Elektriker, Maurer, Maler, Verwaltungsangestellte,
Landwirte, Damen-
Fahnen-
und Paramentenstickerei
Seit 2019 wird das ehemalige Kloster Michelfeld, heute Regens Wagner, umfangreich saniert. (srz)
Wegbegleiter für Menschen mit Behinderung - "Die Gesamtleitung von Regens Wagner Michelfeld ehrte 15 langjährige Mitarbeiter. Insgesamt begleiten und assistieren im regionalen Zentrum und in Außenstandorten rund 550 Mitarbeiter an die 900 Menschen mit Behinderung. Gesamtleiter Peter Miltenberger und stellvertretender Gesamtleiter Bernhard Kallmeier" nahmen im Rahmen einer kleinen Feierstunde im benachbarten Gasthaus Schindler die Ehrungen vor. (Heinrichsblatt Nr. 30 vom 24. Juli 2022, Seite 23) s. auch Seite RW
Michelfelder Kapellenweg
(Quelle)
Wanderkarte als pdf-Datei, u..a. Ochsentour, Mühlenweg, Kapellenweg Michelfeld usw.
verwendete und weiterführende Quellen
letzte Bearbeitung dieses Artikels am 22. August 2026 |