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Kriegsgefangenenlager
Bernreuth

In Bernreuth gab es zu
unterschiedlichen Zeiten zwei
Gefangenenlager
In obigem Kartenausschnitt sind noch
eingezeichnet das Arbeiterlager (ab 1945 Flüchtlingslager; 2) und
das Gräberfeld der sowjetischen Kriegsgefangenen. (+++)

Kriegsgefangene
Die Gefangennahme von Soldaten des Kriegsgegners hat, wenn man so sagen will,
eine lange Tradition und einen festen Platz in der Geschichte des Kriegführens.
Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Kriegsgefangenschaft jedoch zu
einem Massenphänomen, welches schließlich im
Ersten Weltkrieg (19141918) eine neue
Dimension annahm.
Genauso wie die Gefangennahme hat auch das Kriegsgefangenenrecht eine
Tradition. Herrschten lange Zeit nur allgemeingültige, freiwillige Regelungen,
so kam es 1899 erstmals zu einer verbindlichen Absprache von immerhin 25
Ländern bei der ersten
Haager Friedenskonferenz.
Die noch heute gültige Grundlage für die Behandlung von Kriegsgefangenen wurde
dann 1907 von Vertretern aus 44 Staaten in der "Haager Landkriegsordnung"
festgelegt. Danach sind Gefangene mit Menschlichkeit und "in Beziehung auf
Nahrung, Unterkunft und Kleidung auf demselben Fuße zu behandeln wie die
Truppen der Regierung, die sie gefangen genommen hat".
Die Genfer
Kriegsgefangenen-Konvention von
1929 beinhaltete weitere Bestimmungen über einen humanen Umgang mit Gefangenen
einschließlich des Verbots, sie zu "unzuträglichen und gefährlichen
Arbeiten zu verwenden".
Ausgenommen in Japan und in der
Sowjetunion besaßen diese Konventionen in allen
am Zweiten Weltkrieg
(1939-1945)
beteiligten Staaten Gültigkeit.

Beim internationalen
Strafgerichtshof in Den Haag müssten sich eigentlich alle Personen heute
verantworten, die Kriegsverbrechen oder Völkermord begangen haben, oder für sie
verantwortlich sind. Aber
...


verwendete und weiterführende Quellen
| 1 |
Kugler, Hans-Jürgen,
Nitzlbuch/Bernreuth,
Auerbach 2000 (Bezugsquelle) |
| 2 |
Truppenübungsplatz Grafenwöhr,
Chronik der ehemaligen Standortverwaltung Grafenwöhr, mehrere Ordner, unveröffentlicht |

letzte Bearbeitung dieses Artikels am 22.
November 2010
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Verdi,
Giuseppe (1813-1901)
Gefangenenchor aus
Aida |

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