Pegnitz
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 Pegnitz
Fluss, Stadt und Tal

Unter diesem Namen findet man sowohl einen Fluss, der u.a. durch die Großstadt Nürnberg fließt, als auch die  oberfränkische Stadt Pegnitz im Landkreis Bayreuth.
Das Pegnitztal ist besonders schön auf den ca. 20 km zwischen Neuhaus an der Pegnitz bis Hohenstadt.

(Bild aus 1)

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Die Pegnitz

Die Pegnitz ist ein Fluss in Franken, der sich nach einem fast 113 km langen, insgesamt südwestlichen Lauf bei Fürth mit der linken Rednitz zur Regnitz vereint. Auf ihrem Fließweg mit seinem längeren und auch wasserreicheren Oberlauf Fichtenohe ist die Pegnitz über 128 km lang. (1)
Unser Auerbacher Speckbach
trägt übrigens diesen Namen nach der bei Zogenreuth erfolgten Vereinigung des von Dammelsdorf herkommenden Dammelsbachs mit dem Fenkenwaldbach (aus Richtung Eibenstock im Truppenübungsplatz). Der Speckbach trieb früher einige Mühlen an, floss bis 1964 durch die Bachgasse, triff kurz vor der Hämmerlmühle östlich vor der GV Michelfeld-Ohrenbach auf den von Steinamwasser herkommenden Flembach, und geht in diesem auf. Der Flembach teilt sich in Michelfeld ein paar mal und vereinigt sich wieder, unterquert die B85, und dient der Kläranlage Michelfeld als Vorfluter. Bei der Metzgerwiese vereinigt er sich mit der aus Norden kommenden Pegnitz, und geht in ihr auf.
Dabei fließt die junge Pegnitz zunächst nach Süden, um kurz vor Hersbruck nach Westen abzubiegen in Richtung Nürnberg. Dort ändert sie wieder die Richtung nach Norden, um bei Fürth zusammen mit der Rednitz die Regnitz zu bilden, und über Erlangen, Forchheim und Hirschhaid nach Bamberg zu streben. Die Dom- und Weltkuturerbestadt Bamberg durchquert die Regnitz, und fließt bei Bischberg in den Main. Dieser fließt u.a. durch Würzburg, Aschaffenburg und Frankfurt, um bei Mainz den Rhein zu verstärken. Dieser mündet schließlich bei Rotterdam in der Nordsee.
Dort landet schließlich auch das Wasser unseres Speckbachs.

Die Pegnitz (Detail aus 1)

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Das Pegnitztal

Die Pegnitz hat sich über Jahrtausende dieses malerische Tal etwa von Neuhaus bis Hohenstadt, also einen Teil des gesamten Verlaufs dieses Flusses, gegraben. Dieses malerische Pegnitztal bietet das zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes, und lockt viele Besucher und Wanderer nicht nur aus dem Großraum Nürnberg an.
Verkehrsmäßig erschlossen wird das malerische Pegnitztal durch die Staatsstraße 2162, die fast immer nahe am Fluss läuft, sowie durch die sog. Pegnitztaleisenbahn.

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Von Neuhaus bis Velden


Neuhaus an der Pegnitz um 1905
(Karte Ludwig Götz, 1926-2016)

Am Bahnhof Neuhaus kann man u.a. an die Bummelbahn RB 30 einsteigen, die einen in knapp einer Stunde mit 13 Haltestellen zum Hauptbahnhof Nürnberg bringt. Burg Veldenstein und sie Kaiserbräu verabschieden uns.

Noch vor Velden kommt bei Neuensorg mit Haidenhübel (170 m) das erste der insgesamt sieben Tunnels.

Blick von oben auf den Haltepunkt Velden
(rechts das Südportal des Tunnels Haidenhübel) 

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Velden ist eine der kleinsten Städte Bayerns, die 2026 die 650. Wiederkehr der Stadterhebung unter Kaiser Karl IV. feiern konnte. Bekannt sind u.a. sein Schloss und die aus katholischer Zeit stammende Marienkirche (weiter unten). 


Unübersehbar steht eine lebensgroße (h=1,85 m) Marienfigur (15. Jhdt)
auf dem Hauptaltar der seit 1525 evangelischen Marienkirche in Velden.

Nach der Überquerung der Pegnitz macht diese bei der ehemaligen Stadtmühle (heute u.a. städtischer Musikpavillon) einen gewaltigen Knick. Auf dem gegenüberliegenden Felsmassiv ist das eindrucksvolle Kriegerdenkmal der Stadt.

Auf diesem Kupferstich von 1708 (Böner)
ist das Ausmaß von Velden damals zu sehen.

Der nächste Ort ist Güntersthal. Vor der Bahnbrücke stehen im Wesentlichen nur mehr als Lager genutzte Gebäude der Eckart-Werke. Diese übernahmen 1918 hier das seit Jahrhunderten bestehende Hammerwerk und gründeten eine Bronzefabrik. Die Firma hat seit Jahren ihre Produktionsstätten (Luftbild) rechts der Straße nach Hartenstein am Berg. Die  Steuereinnahmen der Gemeinde sind inzwischen dank Eckart so hoch, dass  Hartenstein eine der reicheren Gemeinden des Freistaats ist.

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Hartenstein erwarb z.B. 2002 die gleichnamige Burg, die bis dahin in Privatbesitz war.


Burg Hartenstein ist seit einiger Zeit
an ein gutes Lokal verpachtet.

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Von Velden bis Rupprechtstegen

Nach diesem Abstecher auf über 500 m Höhe (kath. Kirche Heiligste Dreifaltigkeit Hartenstein +498 m NN) geht es weiter im Pegnitztal drunten.
Der nächste, sehr malerisch gelegene Ort ist Lungsdorf. Direkt an der Pegnitz bieten die Bengerdsschnouggn Kaffee und selbstgebackene Kuchen, sowie kleine Brotzeiten an.


alte Ansichtskarte
(Brücke über die Pegnitz vor der Einfahrt in
das Nordtor des Tunnels Rothenfels vor Rupprechstegen)


Rund 40 m vom Straßenniveau aus ragt der Rote Fels in die Höhe.
Rechts das Nordtor des Tunnels Rothenfels ist leider nicht zu sehen.

Kurz vor Rupprechstegen liegt direkt an der Straße der markante Rote Fels mit zahlreichen Touren zum Klettern. Vom Zug aus kann man vor der Einfahrt in den Tunnel Rothenfels (Länge 218 m) links oft Kletterer sehen. 

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2006/2007 kaufte die Gemeinde Hartenstein, zu der Rupprechtstegen gehört, das ehemalige Bahnhofsgebäude und den gesamten Grund von der Bundesbahn. Das Grundstück reicht vom Bahnhof bis zum Bahnübergang und hinunter bis zur Pegnitz, wo jetzt der Spielplatz ist. Die Gemeinde schuf so die Möglichkeit, den Rastwagon entsprechend zu positionieren und sein Umfeld zu gestalten.


Mittlerweile sind ein Nebengebäude mit u.a. Toiletten,
ein Kiosk mit Küche, sowie ein uriger Biergarten entstanden.

Vom vorbeifahrenden Zug aus zu sehen ist auch links ein kleines Zelt,
das die Pächter des Rast-Wagons zu besonderen Anlässen aufbauen.

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Hotel, Lazarett, und zuletzt Zollschule

Über den Dächern von Rupprechtstegen ist die ehemalige Zollschule
über dem Ankatal vom vorbeifahrenden Zug aus zu sehen.

"Zwischen 1862 und 1864 erbaute der Nürnberger Herausgeber und Redakteur der Nürnberger Presse, Ludwig Jegel (Anm.: 1822-1884), auf einer 40 Meter über dem Ankatal liegenden Felskuppe ein luxuriös ausgestattetes Kurhotel in Rupprechtstegen.
Wegen der schlechten Erreichbarkeit blieben die Gäste aus und Jegel musste Konkurs anmelden.
Erst nach dem Bau der Eisenbahn (Anm.: Am 15. Juli 1877 konnte der Abschnitt Nürnberg–Schnabelwaid und dessen Weiterführung nach Bayreuth eröffnet werden.) ging es mit dem Hotel nach mehrfachen Besitzerwechseln aufwärts.
Das Hotel erreichte schnell und für kurze Zeit Weltruhm. Hochgestellte Persönlichkeiten, wie Prinzessin Gisela von Bayern und auch Richard Wagner während seiner Zeit in Bayreuth waren Gäste des Hotels. Rupprechtstegen wurde Luftkurort.
1938 wurde aus dem Kurhotel ein Erholungsheim für Offiziere und Beamte der Luftwaffe, während des Krieges diente es als Hilfskrankenhaus.
1953 ging es in den Besitz der Oberfinanzdirektion Nürnberg über und wurde hauptsächlich für die Beamten der Zollverwaltung als Erholungsheim genutzt.
1966 erhielt es die offizielle Bezeichnung Zollschule Rupprechtstegen.
Bis zur Schließung im März 2001 wurden in der Zollschule Zollbeamte für die Grenzaufsicht, die Grenzabfertigung und den Binnenzolldienst ausgebildet.

...
nach einem längeren Leerstand wurde 2008 der gesamte Komplex an Privat verkauft. Eine weitere Reaktivierung für touristische Zwecke schlug ebenso fehl wie ein Kontakt zum Verein Mühlenkraft zur Nutzung für Wohngemeinschaften und Arbeitsstellen rund um die Themen Begegnung von Menschen und Zugang zur Natur." (Quelle).

(pdf)

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Straße zum Münzinghof

Fast in Ortsmitte von Rupprechtstegen geht rechts auf die Höhe eine Straße nach Raitenberg ab, auf der auch nach wenigen Metern die Abzweigung Zollweg zum eben beschriebenen Gebäudekomplex ehemalige Zollschule führt.
Wir bleiben auf der Straße, und biegen kurz nach dem Dorf Raitenberg von der Kreisstraße Lau 11 nach rechts zum beschilderten Münzinghof ab, der ein Ortsteil der Stadt Velden ist.

Es ist schon was ganz besonderes, diese Dorfgemeinschaft Münzinghof: "Ein Dorf mit kommunalen Strukturen und 150 Einwohner*innen. Ein ehemaliges Hofgut auf der Fränkischen Alb. Der Wunsch, in Gemeinschaft zu leben, zu arbeiten und Feste zu feiern, eint uns. LebensOrt: Inklusiv zu Hause sein," heißt es auf der Internetseite vom Münzinghof.

Dabei ist der Münzinghof kein einzelnes Anwesen, sondern eine Fülle von Wohnhäusern, Nebengebäuden, Werkstätten, Ställen usw. Und es werden immer mehr.
In Familien mit Eltern und ihren leiblichen Kindern leben zusätzlich auch Menschen mit Betreuungsbedarf. Sie bilden sog. Wahlfamilien.

Wahlfamilie

"Neben den Wahlfamilien am Münzinghof gibt es auch kleinere Wohngemeinschaften oder Appartements, die über das ganze Dorf verteilt sind: zum Beispiel im Michaelihaus, im Philoblick oder im Haus am Garten. Hier lebt es sich ein bisschen privater, verglichen mit einer Großfamilie."

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Überzeugen Sie sich selbst durch einen Besuch auf dem Münzinghof, z.B. beim alljährlich stattfindenden Tag der offenen Tür.

Sie finden nur glückliche und frohe Menschen dort! (mehr)

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Am südlichen Ende der Ortschaft Rupprechtstegen ist rechts der Einfahrt in Tunnel Platte (268 m), der Pegnitztalstraße und der Pegnitz am Mühlenweg ein Alten- und Pflegeheim zu sehen.

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Über mir leihweise zur Verfügung gestellte
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würde ich mich sehr freuen, denn ...

... daran arbeite ich gerade.

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Auf der linken Seite der Pegnitz liegt Eschenbach am Eingang zum Hirschbachtal. In diesem Eschenbach sind u.a. das Ebner-Schloss und die Kirche St. Paul. Unsere Kreisstadt hieß bis 1972 Eschenbach in der Oberpfalz.
In der Gemeinde Alfalter liegt an der Straße die alte Kirche St. Katharina. 

In Hohenstadt, Gemeinde Pommelsbrunn, endet dieser romantische Teil des Pegnitztals. Hohenstadt mit seiner Kirche St. Wenzeslaus zieht sich überwiegend an Hügeln hin, der Bahnhof liegt unten an der Pegnitz neben einem Campingplatz. (Telefon 09154 1500)

Das malerische Pegnitztal endet praktisch im Angesicht von Hersbruck, wo das Tal schon wieder weiter geworden ist. Die ehemalige Kreisstadt HEB (bis 1972) bietet eíne Menge Sehenswürdikeiten.

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Die Stadt
Pegnitz

Die Stadt Pegnitz
hat heute auf einer Fläche von ca. 100 km²
rund 13.700 Einwohner. (2)

 

 

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verwendete und weiterführende Quellen

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Pegnitz_(Fluss)
2 http://www.pegnitz.de/ 

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Melodie aus Israel

letzte Bearbeitung dieses Artikels am 20. September 2026

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